Kooperative berufliche Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt (KoBV)

Träger des KoBV an den Gewerblichen Schulen sind unterschiedliche Einrichtungen:
  • Caritas als Bildungsträger
  • Integrationsfachdienst (IFD)
  • Agentur für Arbeit als Kostenträger
  • Regierungspräsidium Freiburg und Schulträger stellen die Lehrer und die Räume

Das KoBV ist an die duale Ausbildung angelehnt und richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihrer kognitiven Besonderheiten in den Regelschulen nicht ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden können. Die SchülerInnen werden im KoBV auf ein selbständiges Leben und auf das Berufsleben vorbereitet.

Ziel

Die Schülerinnen und Schüler machen im KoBV keinen Abschluss. Das Ziel am Ende der Maßnahme ist die Vermittlung der jungen Erwachsenen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Übergang kann zu jeder Zeit stattfinden und ist nicht an das Schuljahr bzw. an den bewilligten Zeitrahmen gebunden.

Aufnahmebedingungen

In der Regel setzt die Aufnahme in das KoBV den Besuch einer Berufsvorbereitenden Einrichtung (BVE) voraus. Auf den dort stattfindenden Berufswegekonferenzen wird gemeinschaftlich (Lehrer, IFD, Agentur für Arbeit, Caritas) entschieden, ob und wann ein Übertritt ins KoBV stattfindet. Dieser ist nicht an das Schuljahr gebunden.

Unterrichtsorganisation und Dauer

Die Teilnahme am KoBV wird normalerweise zunächst für 11 Monate bewilligt, kann aber problemlos auf 18 Monate verlängert werden.

Der Unterricht erfolgt an zwei Wochentagen und umfasst 14 Wochenstunden. An den übrigen Tagen sammeln die SchülerInnen in Praktika berufliche Erfahrungen.

Unterrichtsangebot

Der Unterricht hat als Schwerpunkt lebenspraktische Themen, um die Schüler auf ein möglichst selbständiges Leben vorzubereiten.

Er beinhaltet folgende Module:
  • Lebensordner
  • Ich-Findung
  • Ämter und Behörden
  • Umgang mit Geld
  • Freizeitgestaltung
  • Partnerschaft und Sexualität
  • Wohnen
  • Umgang mit Medien
  • Kochen
  • Werkstattunterricht

Je nach den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler kann die Gewichtung der Module unterschiedlich ausfallen.

Zusätzlich werden in regelmäßigen Abständen Arbeitsprojekte und Betriebsbesichtigungen durchgeführt.

Betriebspraktikum

Die Schülerinnen und Schüler absolvieren an drei Tagen in der Woche ein Betriebspraktikum und werden dort intensiv vom Job-Coach der Caritas betreut.

Das Ziel ist es, sich im Praktikum durch Schlüsselqualifikationen und Motivation so zu behaupten, dass es in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mündet.

Wenn sich ein solches Arbeitsverhältnis abzeichnet und es um mögliche und erforderliche Fördermaßnahmen geht, verstärkt sich der Einsatz des IFD. Dieser ist auch für die Nachbetreuung der TeilnehmerInnen im Anschluss an die Maßnahme zuständig.

Begleitende Hilfen

Die Schülerinnen und Schüler werden durch den Job-Coach und den IFD bei Fragen und Formalitäten zu den Themen betreutes Wohnen und Behindertenausweis begleitet.

Fahrtkosten

Die Kosten für die Fahrkarte werden von der Agentur für Arbeit übernommen.

Anmeldung

Die Anmeldung für die KOOP-Klassen erfolgt bis auf Ausnahmen über die Förderschulen.